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Eine Gemeinde wird energieautark

Windräder, Sonnenenergie, eine Biogasanlage – Fuchstal im Landkreis Landsberg will bei Strom und Wärme per Speichertechnik komplett energieautark werden. Schlüsselelement: ein Großpufferspeicher mit 5.000 m3.

Die Gemeinde Fuchstal möchte perspektivisch komplett unabhängig von externen Energielieferungen werden. Die Erzeugung von Strom läuft mittels Bürgerwindrädern und Photovoltaikanlagen bereits sehr gut, doch die Sektorenkopplung ist die große Herausforderung. 40 Millionen kWh Strom produziert die 4.000-Einwohner-Gemeinde pro Jahr bei 24 Mio. kWh Eigenverbrauch, so dass 16 Mio. kWh „exportiert“ werden können. Doch was ist mit dem Wärmebedarf, der traditionell in vielen Haushalten mit Heizöl gedeckt wird? Wie lässt sich dieser reduzieren und durch heimische Energie ersetzen? Die Lösung ist ein Nahwärmenetz, das irgendwann die komplette Gemeinde mit selbst erzeugter Wärme von der Biogasanlage und von Power-to-Heat-Anlagen versorgen soll. Das gelingt jedoch nur, wenn Wärme und Strom per Sektorenkopplung verbunden und über Speicher flexibilisiert werden.

Wir errichteten für die Gemeinde Fuchstal deshalb einen Großpufferspeichermit einem Fassungsvermögen von 5.000 m3, der vor allem die Wärme der Biogasanlage speichert. Über 2 Wärmetauscher mit insgesamt 2.500 kW Leistung wird dann das Nahwärmenetz versorgt, an das sukzessive immer mehr Haushalte in den Dörfern der Gemeinde angeschlossen werden.

So bleibt die laufende Wertschöpfung der Energieversorgung irgendwann komplett in der Hand der Gemeinde und der Einwohner, inklusive der Profite und der Steuereinnahmen.

Im Video ist der Bau der Anlage zu sehen.

Zum Video (BR Mediathek):

https://www.br.de/mediathek/video/mit-windraedern-und-waermetopf-eine-gemeinde-wird-energieautark-av:6010140c585a2700136e7725

Kurzvideo zum aktuellen Baufortschritt (YouTube):

https://youtu.be/UFaanbdalu0